Schottland 2007 Teil 3
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Dieser Ausblick zum Leuchtturm von Neist ist schon ein Augenschmaus und nachdem ich diesen eine ganze Weile genossen habe, bin ich dann zum Leuchtturm gefahren. So ein schönes Wetter eignet sich ja prima für einen kleinen Spaziergang. Vom Parkplatz zum Leuchtturm zieht sich der Weg aber dann doch noch ein ganzen Stück.
Weiter geht es nach Uig. auf dem Weg dorthin überhole ich Christian, der sich tapfer gegen den Wind einen abstrampelt. In Uig gönne ich mir wieder einmal fish ‘n chips. In einem Restaurant. Ziemlich teuer hier. Als ich mit dem Essen fertig bin, trudelt auch der Christian ein. Gerade noch rechtzeitig für die Fähre nach Lewis. Ich mache mich weiter zur Nordspitze der Insel. Dort liegt, mal wieder in einer wunderschönen Umgebung, das Skye Museum of Island Life. Sich das anzuschauen lohnt sich auf jeden Fall. Wenn man sich für die Vergangenheit interessiert.
Das Wetter heute ist wirklich ein Traum. Besser hätte ich es nicht treffen können. Der nächste Halt ist am -Old man of storr-. Aber hochkraxeln....dazu habe ich heute keine Lust. Aber das werd ich wohl noch bereuen.
Also wenn sich jemand dort in der Gegend aufhalten sollte, dann kann ich nur empfehlen dort hoch zu gehen. Ich werde auf jeden Fall noch mal nach Schottland fahren und dann werde ich mich auf den Weg zu diesem Felsen machen. Der Ausblick von dort soll unbeschreiblich sein. Ich bin dann weiter über Portree. Ein sehr schönes Städchen. Dort kann man ohne großen Touristenansturm durch die Straßen schlendern. Aber ich fahr weiter in Richtung Glengrasco. Der Singletrack macht ordentlich Spass. In Dunvegan angekommen noch ein bisschen das gute Licht ausgenutzt und Fotos gemacht.
20. Juli Heute ist wieder ein tolles Wetter. Das wird langsam unheimlich. Bin ich wirklich in Schottland? Mit heiteren Fußes ähm Rades geht es weiter zum Bealach na Bà. Der zweithöchste Pass in Schottland. Mit 626m wahrlich kein Gigant aber das schmältert das Vergnügen diese Straße zu fahren auf keinen Fall.
Die Fahrt geht weiter nach Applecross. Heute scheinen wenig Menschen unterwegs zu sein. Trotz des schönen Wetters. Vielleicht ist das auch immer so. Genau so wie ich es mag.
Hab ich eigentlich schon erwähnt, dass es in Schottland einfach herrlich ist? Also ich kann das gar nicht oft genug betonen. Das ist das richtige Land um zu geniessen, zum entschleunigen und für Abenteuer. Das Nächste erlebte ich in Achnascheen. Das liegt aber schon einige Jahre zurück. Genauer in den Neunzigern. Damals war ich mit dem Rucksack und einem Railway Ticket unterwegs. Als der Zug in Achnascheen angekommen ist und ich aussteigen wollte, sprach mich ein Mitreisender an: “You are tough”. Ich wusste nicht genau was er damit gemeint hat. Als ich ausstieg dämmerte es mir. Zuerst dachte ich, es schneit. Wirklich, es sah in der Tat so aus. Aber es war “nur”mein Erstkontakt mit den Midges. Diese kleinen Mücken sind sehr klein aber das machen sie durch ihre Beißwut wieder wett. Aber dieses Mal war ich ja zum Glück gut eingepackt auf dem Motorrad unterwegs und ich bin schurschtracks durch Achnascheen gefahren. Auf dem Weg nach Fort William komme ich am Loch Ness Center vorbei. Eigentlich war da kein Halt vorgesehen aber wenn ich schon mal da bin, schau ich mich hier mal um.....mehr als -kitch as kitch can-. Jetzt fällt mir auch wieder ein warum ich hier eigentlich nicht sein wollte. Dann lieber schnell weiter. Aber das alles war meinem Navi wohl doch zu viel. Es wollte sich über die Bordsteckdose nicht mehr aufladen. Der Fehler ließ sich schnell finden. Es war nur die Sicherung des Kfz Ladestecker. Puh, noch einmal Glück gehabt. Ich wurde dann noch höflich gefragt, ob ich mit meiner Guzzi als Fotomotiv bereit stehen würde. Ob die mich mit Nessi verwechselt haben? Man weiß es nicht......
Weiter nach Fort William, besser gesagt unterhalb vom Ben Nevis, der höchste Berg in Großbritannien, liegt ein riesiger Campingplatz. Dort checke ich ein. 21. Juli Nachdem ich gemütlich meine Wäsche gewaschen habe, nehme ich mir den Ben Nevis vor. Ich weiss jetzt nicht genau, was die Schotten unter -Footpath- verstehen (Schilder mit dieser Bezeichnung zeigen einem den richtigen Weg) aber mit einer Kletterausrüstung wäre man besser bedient....oder einem Helicopter. Ich quäl mich also mit meiner Fotoausrüstung samt Stativ den Berg hoch. Nach ungefähr 3/4 der Strecke mache ich mich besser wieder an den Rückweg. Dieser Weg ist bergab mörderisch, wenn man zu erschöpft ist. Am Fuß des Berges ist ein Inforamtionszentrum. Dort hab ich unter anderem Broschüren von einer Gondelbahn, die Nevis Range, in der Nähe gefunden, die zwar nicht zum Gipfel fährt aber zum Aonach Mor. Ha Ha Ha Ha........
22. Juli Aufgewacht. Regen.Toll. Ich hasse es, im Regen das Zelt zusammen zu packen. Aber ich möchte heute weiter zum Falkirk Wheel. Einen kleinen Abstecher in Oban gemacht. Heute am Sonntag sind sogar die Geschäfte auf und deshalb wahrscheinlich auch etwas Trubel in der Stadt. Ich halte mich nicht lange hier auf und fahre weiter. Unterwegs fahre ich zufällig ein Motorradtreff an. Am Green Welly Stop.
Als ich wieder los fahren wollte, spinnt die Quota mal wieder und verweigert den Start des Motors. Ganz prima Stelle hier. Ich möchte hier eigentlich einen guten Eindruck hinterlassen, nicht dass es wieder heisst: Guzzis sind so unzuverlässig. Nach gutem Zureden und Probieren sprang sie dann doch noch an aber beim Los fahren, fall ich noch fast auf die Nase. Hat ja prima geklappt mit dem guten Eindruck machen. Also schnell weg hier........zum Falkirk Wheel bei Stirling.
Unterwegs noch am William Wallace Monument vorbei gefahren. Nächstes Mal schau ich mir das genauer an.
Während mein Zelt (Schlafsack ist auch naß geworden) auf dem Campingplatz trocknet, geh ich mir ein wenig die Beine vertreten und schau nach schönen Motiven.
Das Falkirk Wheel bei Stirling ist ein 35 Meter hohes Schiffshebewerk. Gebaut wurde es 2002. Wenn man sich, so wie ich, in aller Früh das Wheel anschaut, dann hat man es für sich alleine. Es hat sich auch gedreht. Nur für mich. Also nur für mich und ein obligatorischer Funktionstest, der wohl täglich ansteht. Wie man an den Bildern unschwer erkennen kann, ist wieder herrliches Wetter. Ich versteh gar nicht, dass Schottland so einen schlechten Ruf des Wetters wegen hat. Aber leider geht mein Urlaub jetzt zu Ende und ich werde so langsam  den Heimweg antreten müssen. Vorher werde ich aber noch in Edinburgh nächtigen und mir die Stadt genauer anschauen. Und die Firth of Forth Railway Bridge steht ja auch noch auf dem Plan.
Der nächste Plan war, dass ich, nachdem ich in Edinburgh eine Nacht verbracht habe, über England nach Hause fahre. Aber die zwei Lehrer aus Deutschland, die ich auf dem Campinplatz gemacht habe, erzählten mir, dass dies keine gute Idee sei, denn England würde gerade absaufen. Dann werde ich mir wohl doch ein Fährticket in Rosyth holen müssen. Aber zuerst schau ich mir Edinburgh an.
Jetzt wird es langsam Zeit, dass ich mir das Ticket für die Fähre hole. Am Schalter angekommen, trifft mich fast der Schlag. Dem Preis nach zu urteilen wäre ich nach dem Kauf des Tickets Besitzerin einer Fähre. Aber jammern half jetzt auch nicht viel, denn das nächste Problem stand schon in den Startlöchern. Da ich nur noch Euros hatte und meine Bankkarte nicht wirklich akzeptiert wurde, musste ich noch ein mal los und bei einer Bank das Geld umtauschen. Und das wäre ja wieder zu einfach. Die haben sich geweigert das Geld umzutauschen. Naja, mir gefällt es ja ohnehin hier sehr gut, dann bleib ich halt hier. Aber der nächste Bankautomat hatte Mitleid mir mir und spuckte das benötigte Geld für die Fähre aus.(Notiz an mich selber: Visa Karte beantragen) Am Terminal lernte ich noch einen speziellen Reisenden kennen. Der war richtig cool drauf. Mit seinem Roller fuhr er einige tausend Kilometer durch Schottland.
Und mein Besuch in Schottland hatte für dieses Mal hier sein Ende. Aber keine Frage, ich komme wieder, bis die Tage........