Schottland 2007 Teil 2
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Den Weg zurück ging ich über den Strand. In der Ferne beobachtet ich wie ein Bauer seine Kühe vom Strand weg führte. Allerings hatte er wohl seinen jungen Bullen vergessen. Dieser lag noch am Strand. Erst dachte ich er hat sich von den Lebenden verabschiedet. Bis ich näher zu ihm kam und er plötzlich aufstand. Etwas desorientiert stand er da und blöckte etwas benommen in die Stille. Offensichtlich hat er nach seiner Herde gesucht. Ich bin also noch ein Stück näher und ihn in Richtung seiner Herde gescheucht.
Zurück am Campingplatz mache ich noch ein paar Bilder
14. Juli Heute Regnet es. Wie aus Eimern. Aber warten auf besseres Wetter macht wohl keinen Sinn. Also packe ich alles zusammen. Und da ich nicht schon beim Packen nass bis auf die Knochen werden wollte, schmiess ich mich in den Regenkombi. Naja, so clever war das jetzt auch nicht. Vom Regen bin ich zwar nicht nass geworden aber jetzt war ich ganz nass geschwitzt. Prima. Tolle Idee gewesen. Trotz Regen war die Fahrt angenhem. Richtung Foindle fahre ich einen kleinen Abstecher an der Küste entlang. Auf dem Weg dorthin war ein Cattle grid, in Schottland ein häufiger Anblick, in die Strasse eingebaut. Das Cattle grid war nicht das Problem aber das darauf folgende Schild machte mir ein wenig Sorge: “ Beware of bulls”. Ich hoffe inständig, dass der Bulle auf dem Schild der einzige ist, der meinen Weg kreuzt.
Das Wetter wurde leider nicht besser und ich habe irgendwann mal keine Fotopausen mehr eingelegt. Nach diesen Fotos hatte ich keine Lust mehr im Regen die Handschuhe auszuziehen. Also ging es direkt weiter nach Ullapool.
Wenn das Wetter so weiter geht, werde ich in Ullapool ein B und B suchen. Aber wie man sieht, wurde der Tag noch richtig schön und ich konnte das Zelt im Trockenen aufbauen.
Nach einer kleinen Sightseeing Tour durch Ullapool, traf ich wieder mal ein paar nette Leute. Aus der Schweiz und Italien. Mit ihnen ging ich dann in das Ferry Boat Inn. Ein Pup direkt am Hafen. Dort haben wir noch Marcel (aus NL) und die Engländerin Joame kennen gelernt. Auf meine Frage, ob Marcel denn deutsch könnte antwortete er: “ Mein Deutsch ist kaputt” Das wurde wieder ein lustiger Abend. Ich probierte schottischen Whisky und Bier. Aber für meinen Gaumen war das nichts und so blieb es für mich bei Wasser und Tee. Ein Autralier, der neben an am Tisch saß, verschmäte den ortsüblichen Alkohol nicht und war bereits sternhagel voll. Allerdings saßen seine beiden Kinder ( 6 und 2 Jahre) dabei. Nun ja, andere Länder, andere Sitten.
Traffic war jetzt irgendwie nicht so viel vorhanden. Aber wer weiss schon, ob da nicht noch die rush hour kommt.
Am nächsten Tag, unternehme ich eine kleine Bootstour da heute keine Fähre mehr nach Lewis fährt. Und heute ist T-shirt Wetter. Ich möchte ja nicht meckern, schon allein wegen dem Regentag gestern, aber heute ist es mir schon fast zu warm.
Nach der Bootstour ordentlich Hunger. Und was isst man in Ullapool? Natürlich fish ‘n chips. In Ullapool gibt es das beste fish ‘n chips. Und zwar direkt am Hafen. Ich habe mir das Essen im “Seefresh Foods” geholt. 
Dann hab ich es mir in der Shore Street, die Hauptstrasse vor dem Laden, auf einer Mauer gemütlich gemacht. Auch hier waren wieder zahlreiche Möwen, die auf etwas Essen hofften. Direkt vor mir lief eine Möwe auf der Straße auf und ab und kümmerte sich recht wenig um die Autos, die hier entlang fuhren. So kam es dann, dass diese Möwe......
.... von einem solchen Auto überrollt wurde. Das war wirklich kein schöner Anblick. Vor allem nicht, da sie noch lebte und offensichtlich Schmerzen hatte. Ich war wie paralisiert aber zum Glück saß neben mir ein junger Mann, der nicht lange fackelte und der Möwe den Hals umdrehte. Das liest sich jetzt vielleicht barbarisch aber für die Möwe war es wohl das Beste. Ich hätte das wahrscheinlich nicht über’s Herz gebracht.
16. Juli Heute morgen fast verpennt. Schnell alles zusammen gepackt und das Hopscotch Tiket holen. Puh 84 Pfund und ein paar Kaputte. Schnäppchen geht anders. Um 10.30 Uhr sollte es eigentlich los gehen. Aber die Fähre hat Verspätung. Na da hätt ich noch locker tanken und noch mal fish ‘n chips essen können.
Uuuuund gleich geht’s los......                   ........ mit schlechtem Wetter im Schlepptau
In Stornoway angekommen, sollte ich eigentlich tanken aber ich habe keine Lust dazu. Und die nördliche Spitze von Lewis lasse ich auch aus. Ich schlage gleich die Richtung nach Callanisch zu den Standing Stones ein.
Stornoway auf Lewis
Bei den Standing Stones angekommen (Wetter wurde noch etwas ungemütlicher)
Hier kann man durchaus schöne Fotos machen. Im Besucherzentrum hängen zumindest schöne. Wenigstens war ich dort alleine und konnte die mystische Stimmung geniessen. Dann wird es Zeit weiter zu fahren. Kaum zu glauben, aber das Wetter wird noch bescheidener und darum ziehe ich mir wieder meinen Regenkombi über. (warum zieh ich den eigentlich überhaupt wieder aus?) Die Tour die ich eigentlich nach Breanais machen wollte, fällt sprichwörtlich in’s Wasser. Es regnet nun ohne Ende und überall suppt es in den Kombi. Ich werde mich jetzt lieber auf die Suche nach einem Hostel machen. Nach Balallan steht ein Schild, welches ein Youth Hostel anzeigt. Prima. Allerdings kommt weit und breit kein Haus mehr. Und dass ich in Stornoway nicht getankt habe, macht mir jetzt auch kein besseres Gefühl. Endlich komm ich an einem Haus vorbei. Ein Hotel. Dort frage ich mal lieber nach wo ich das Youth Hostel finde. Das ist ein recht feines Inn und ich fühl mich etwas unbehaglich, da ich den ganzen Eingangsberich volltropfe. Aber die Frau am Empfang erklärt mir freundlich den Weg und meint es ist ungefähr noch eine Meile. Keine Ahnung wie weit das noch war. Aber es waren gefühlte 20 km. Als ich dort ankomme ist alles verschlossen und dunkel. An der Tür stand, wenn keiner im angrenzenden Laden nebenan ist, dann solle man gegenüber im weißen Haus fragen. Da ist aber nur ein gelbes Haus. Mein Gefluche war anscheinend so laut, dass plötzlich die Tür vom Hostel aufgeht und ein Gast (John aus England) steckt seinen Kopf aus der Tür. Er lässt mich zum Glück rein und zeigt mir die Betten und die Küche. Und er macht mir sogar einen Tee sobald ich trocken und umgezogen bin. Für den nächsten Tag bietet er mir an, dass wir zusammen mit seinem Auto über die Insel fahren. Also das ist wirklich mal nett. 17. Juli Heute fahr ich also mit John los und wir schauen uns die Insel an. Zuerst brachten wir noch einen anderen Gast nach Stornoway und wir sind dann weiter nach Miavaig. Dort ist es wunderschön und wir hatten ein gutes Timing. Kaum sind wir aus dem Auto gestiegen kam auch die Sonne wieder raus.
Dann fuhren wir noch einmal zu den Standing Stones. Heute ist da mehr los als gestern. John läd mich noch zum Lunch ein und dann holen wir Albert, den wir am Morgen nach Stornoway gebracht haben wieder ab.
18. Juli Ausgeruht geht es weiter in den Süden. Auf Harris. Es scheint so, als ob ich heute trocken bleiben würde. Dann wäre jetzt nur noch die Sache mit dem Tanken. Aber in Tarbert ist eine. Dann kann ich entspannt noch eine kleine Runde über Harris drehen.
Hier fährt man von einem schönen Strand zum nächsten. Ich weiss gar nicht, warum man auf die Malediven fahren will. Und hier sind fast keine Menschen. Ok, sollen am besten alle auf die Malediven fahren.
Die Westküste von Harris ist übersät mit solchen Stränden,eingebettet in sanfte Wiesen. Im Gegensatz zu der Ostküste. Dort ist es steinig,wild und rauh. Aber beide Seiten sind wunderschön.
Die Ostküste
Tarbert ist nicht besonders groß aber es gibt dort nette Shops. Vor allem ein Laden hat mir sehr gefallen. Dort gibt es alles mögliche aus Tweed. Und natürlich versuche ich auch hier fish ‘n chips.Allerdings ist das bei Weitem nicht so lecker, wie in Ullapool
Nach der kleinen Stärkung fahr ich mit der Fähre nach Uig auf der Insel Skye. Wetter ist traumhaft. In Dunvegan ist ein Zeltplatz und den steuer ich an. Der ist auch richtig günstig. 5 Pfund. Und duschen ist umsonst. Der Betreiber des Platzes ist auch ein Netter. Als ich ihm gesagt habe, dass ich keine Pfund mehr habe, meinte er ganz gelassen, ich sollte erst mal schauen...na dann hoff ich mal, dass ich bei der ortseigenen Post Geld holen kann. Neben meinem Zelt hat sich derweil der Christian häuslich eingerichtet. Er ist auch zweirädig unterwegs. Allerdings ohne Motor. Hier in Dunvegan scheint was los zu sein. Gleich neben dem Campingplatz ist eine “Tent Mission”. Na, erst dachte ich das wäre vielleicht so eine Zeltveranstaltung wie wir es so kennen. Also Musik und Feierei. Nun ja, gefeiert haben die dort bestimmt. Aber das war eher so ein religiöses Ding. 19. Juli Heute bleibe ich auf Skye und schau mich hier mal genauer um. Es sieht war bewölkt aus aber es könnte noch schön werden. Also fahr ich los. Erst einmal nach Ramasaig. Doch Ramasaig entpuppte sich als Ein-Haus-Dorf und die Strasse war hier zu Ende. Aber die Fahrt dorthin ist wunderbar. Und die Aussicht ist umwerfend. Von hier kann ich direkt nacht Neist (dort steht ein Leuchtturm) sehen.
Uig auf Skye